Tag 10 Der nächste Übeltäter

Weiter geht´s mit dem nächsten potentiellen Übeltäter im Reich der Hüfte. Darf ich vorstellen: Musculus piriformis. Das heißt auf deutsch der birnenförmige Muskel.

Ich finde, wenn man sich so anguckt, wie dieser Muskel so kurz und knackig zum Oberschenkel läuft, kann man sich gut vorstellen, dass es da mal "klemmen" kann.

Gerade wenn allgemein nicht viel Bewegung in diese Gegend kommt. Dabei kann er einiges (siehe Anatomie-Video von gestern). U.a. rotiert er die Hüfte nach außen.

Das große schmetterlingsförmige Gebilde ist das knöcherne Becken. Die Oberkante der Flügel können wir in der Regel leicht bei uns ertasten. Von oben wird das Becken mit der senkrecht stehenden Wirbelsäule vereint. Dort sehen wir erst noch einzelne Wirbel, dann das im Laufe der Entwicklungsgeschichte aus einzelnen Wirbeln verschmolzene Kreuzbein (mit den kleinen Löchern). Daran schließt das Steißbein an. Hätten wir einen Schweif, würde er da beginnen. Anatomen bezeichnen das Steißbein auch als rudimentäre Schwanzwirbel. Der untere Teil des Beckens, der hier so aussieht wie eine Schwimmbrille, ist das Sitzbein.

Dieser Muskel hat kein Buch ganz für sich allein wie der berühmte Psoas, dafür sein eigenes Krankheitsbild - das Piriformis-Syndrom. Das macht starke Schmerzen. Häufiger glaubt man hierbei auch an einen Bandscheibenvorfall, obwohl eigentlich der Piriformis der Schlawiner ist.

Weiter geht´s also mit Übungen für den relaxten Piriformis auf dem Weg zu unserer pferdefreundlichen Hüfte. Und das noch einmal mit Strong & Flex, für mich die top Anlaufstelle für ganzheitliche Fitness. Und ein klares Highlight für Reiter: Sie erklären hier, was es bedeutet, "out of alignment" zu trainieren. Das ist super interessant für uns, die wir im Reitsport starken sagen wir "speziellen" Bewegungen ausgesetzt sind, z.B. wenn das Pferd steigt, buckelt, plötzlich wegspringt oder mal der Absprung nicht ganz stimmig ist.

Viele Nachrichten haben mich erreicht, in denen Ihr mir geschrieben habt, dass Ihr deutschsprachige Videos bevorzugt. Dem Wunsch möchte ich hiermit auch nachkommen. Wie immer, viel Spaß!

Und nein - ich werde nicht vom Verband der Deutschen Tennisballhersteller gesponsert ;) Die folgenden Übungen könnt Ihr auch mit einem Tennisball machen. Dann ist die Übung aber schon recht hardcore - vielleicht habt Ihr auch einen größeren Ball oder eine Faszienrolle.

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