Fly me to the moon


Chairflying! Chairflying? Wer hoch hinaus will, sollte gut vorbereitet sein. Das weiß vielleicht kaum jemand so gut wie Piloten. Sie verlassen sich, besonders im Hinblick auf mögliche Zwischenfälle in der Luft, nicht nur auf das praktische Training ihrer Fähigkeiten. Chairflying ist ein Mentaltraining, bei dem Piloten Schritt für Schritt ihre Arbeitsabläufe durchgehen. Auf einem Stuhl sitzend. Dadurch sitzt auch jeder Handgriff. Auch in schwierigen Situationen mit super viel Stress.

Aber nicht nur in der Luftfahrt wird erfolgreich auf Mentaltraining gesetzt. Rekord-Tennisspieler Roger Federer, Golf-Legende Tiger Woods und der Gentleman des Boxsports, Henry Maske fanden zu ihrer Höchstleistung durch mentale Vorbereitung. Sie feilen an ihren Bewegungsabläufen im Kopf und steigern so auch ihre Leistungsfähigkeit.

Unsere Fußball-Nationalmannschaft wurde u.a. zur WM 2006 wieder so richtig stark, weil der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann vermehrt auch auf die geistige Stärkung der Spieler setze. Vorher arbeitete er in den USA, wo dieser Ansatz schon bekannter war.

Das alles gelingt durch Visualisierung. Das bedeutet nichts anderes, als sich im Inneren Situationen, Handlungen und Ab-läufe möglichst intensiv und detailgetreu vorzustellen und durchzuspielen. Um sie später dann wirklich so ausführen zu können. Lass Dich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich klappt. Auch hier ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - aber wie immer macht die Übung einen aus Dir.

Mit dieser Mentaltechnik kannst Du Dich und Dein Pferd unterstützen: Du gehst vorbereitet in Situationen rein, wie z.B. einen Parcours oder die Dressurprüfung. Du hast die Abläufe innerlich so stark gefestigt, dass äußere Umstände Dich weniger beeinflussen. Du bist fokussiert. Weil Du weißt, was passiert. Auch die Anweisungen Deines Trainers wirst Du zügig umsetzen können, da Du immer einen Schritt voraus bist.

Und Dein Pferd? Es weiß Deine klare Struktur beim Reiten zu schätzen. Außerdem: Gelenke und Sehnen der Pferde leiden oft durch einseitiges Training und Über-training einzelner Lektionen. Das ist vor allem auch im Dressursport ein Problem. Dressurübungen (nicht nur die) sind eine anspruchsvolle Aufgabe für die Vierbeiner. Vergleichbar sind die Anforderungen mit denen der technisch-kompositorischen Sportarten wie Geräteturnen und Rhythmische Sportgymnastik. Du kannst die Trainingsintensität und das Trainingsvolumen für Deinen Pferdepartner regulieren, in dem Du Deine Hausaufgaben vorher machst. Das gilt nicht nur für Profi-Reiter oder Reiter mit Turnierambitionen. Dann trainiert ihr nur zusammen, was ihr wirklich zusammen üben müsst. Du vermeidest körperliche Überbelastung und geistige Überforderung bei Deinem Pferd. Das ist Gesundheitsvorsorge und aktiver Tierschutz.

Viele Sportler visualisieren auch ihre Gewinne in Wettkämpfen und ihren Erfolg. Da begeben sie sich geistig so stark in die erwünschte Situation, bis sie in der Visualisierung die gleichen Gefühle erleben, wie bei einem echten Sieg. Das kannst Du natürlich auch machen! Nicht nur für´s Reiten. Anregungen dazu findest Du zum Beispiel auf der Homepage des Berufspiloten und Speakers Philip Keil (philipkeil.com - auch auf youtube).

Viel Erfolg für Deine persönlichen Ziele!

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